Partnerschaft zum Kirchenkreis Bohlabela, Südafrika

Mitglieder für den Partnerschaftsausschuss gesucht

Seit 1980 gibt es eine Partnerschaft zum Kirchenkreis Bohalbela in Südafrika. Diese wurde damals durch den ehemaligen Kirchenkreis Düsseldorf-Süd geschlossen.
Da in der nächsten Zeit einzelne Mitglieder des "Arbeitskreis Südafrika" aus Altersgründen aufhören, laden wir nun neue Interessierte, um die Partnerschaft zu den Menschen in Südafrika weiterführen zu können. Dieser Arbeitskreis trifft sich vier Mal im Jahr, um Fragen der Partnerschaft zu besprechen, den Kontakt nach Südafrika zu halten, den Partnerschaftssonntag vorzudenken und Besuche zu organisieren. Derzeit beginnen Planungen für einen Besuch in Südafrika im Frühsommer 2018.
Unsere nächsten Treffen sind am 18. Juli 2017 und 4. Oktober 2017, jeweils um 17.30 Uhr im Gemeindezentrum in der Südallee 98, Urdenbach.
Wir freuen uns auf neue Mitglieder, gerne auch Jugendliche, die auch gerne ersteinmal zum "Schnuppern" dazu kommen können.
Pfarrer Wölk steht Ihnen für weitere Fragen gerne zur Verfügung.



Ansprechpartner:
Pfarrer Hartmut Wölk
0211.7489838
hartmut.woelk@klarenbach.de





Weltweite Ökumene
Hilfe zur Selbsthilfe und geistliche Gemeinschaft

Die Partnerschaft zwischen dem Kirchenkreis Bohlabela/Südafrika (Norddiözese der „schwarzen“ ELCSA) und dem ehemaligen Kirchenkreis Düsseldorf-Süd (EKiR), heute Teil des Kirchenkreises Düsseldorf, bahnte sich ab 1979 über die Vermittlung des Berliner Missionswerks (BMW) an. 1980 waren Vertreter aus der Norddiözese der ELCSA  zur ersten Kontaktaufnahme in Düsseldorf. Eine erste offizielle Partnerschaftsdelegation aus Bohlabela besuchte Düsseldorf dann im Jahr 1983. Weitere Besuche: 1989, 1996, 1997, 2002, 2004, 2012, 2016. Besuche in Bohlabela: 1994, 1999, 2005, 2010. 

Die Region liegt ca. 450 km östlich von Johannesburg im ehemaligen Homeland Libowa. Geographisch erstreckt sich der Kirchenkreis Bohlabela auf das Gebiet zwischen Burgersfort (NW), Kgautswane (N), Arcornhoek (NO), Lydenburg/Mashishing (W), Nelspruit (S), White River (SO) und dem Küger-Nationalpark (O). Politisch liegt er in der Provinz Mpumalanga (früher Osttransvaal, heute Partnerprovinz des Landes NRW), einige der nördlichen Gemeinden liegen bereits in der Provinz Limpopo.

Überwiegend gehören die Kirchenmitglieder dem Stamm der Northern Sotho an, deren Sprache auch prägend in Gemeinde und Gottesdiensten ist.Der Kirchenkreis besteht aus 10 Gemeinden (Akornhoek, Bosmo, Kgautswane, Mashishing (Lydenburg), Matibidi, Nelspruit, Sabie, Tubatse (Burgersfort), Tswetlane (Burgersfort) und White River). Diese sind wiederum in viele, teilweise mitgliedermäßig sehr kleine Gemeindebezirke aufgeteilt, die wiederum flächenmäßig oft weit verstreut liegen. Sie alle liegen in ehemaligen Townships und Homelands, in Gebieten, in die die Schwarzen vom Apartheidsregime zwangsumgesiedelt wurden.

Die Partnerschaft musste unter den schwierigen Bedingungen der Apartheid aufgebaut werden:  Zunächst sind einzelne Pfarrer aus Düsseldorf-Süd offiziell zum „Urlaub im Krüger-Nationalpark“ nach Südafrika gereist und haben tagsüber die Partner in den Townships besucht.

So bestand die Partnerschaft anfangs als „grassroot“-Partnerschaft: aus Einzelkontakten mit mehr oder weniger regem Briefaustausch zwischen den Gemeinden. Nach Ende der Apartheid suchte man nach Wegen, Selbsthilfeprojekte zu unterstützen.

Die wirtschaftliche Entwicklung Südafrikas hat diese Region – insbesondere die Bereiche, wo die schwarze Bevölkerung wohnt - bisher nur eingeschränkt erreicht. Nach wie vor liegen die Schatten der Apartheid auf der Region und die Menschen leiden unter deren Folgen - insbesondere die Trennung in eine weiße und schwarze lutherische Kirche macht das sichtbar. Nur in Nelspruit gibt es „weiße“ Kontakte.

Die Armut ist weiterhin erschreckend hoch, die Arbeitslosigkeit ein Dauerproblem (ca. 60 % unter den Gemeindegliedern der Region). Gemeindeglieder sind, wenn sie berufstätig sind, im Bildungs- und Verwaltungssektor oder in Großstädten und den entfernten Minen tätig und daher von ihren Familien längere Zeiten im Jahr getrennt.

In den letzten Jahren haben die Frauen des Kirchenkreises (women’s league) ein HIV/Aids-Projekt aufgrund einer Initiative der Norddiözese ins Leben gerufen, das wir von deutscher Seite mit unseren Spenden finanziell unterstützen und geistlich stärken. Gleichzeitig werden mit diesem Projekt andere diakonische Zwecke verknüpft und Behinderte, Straßenkinder, Waise, Kranke und Senioren betreut.

Nach dem Besuch des Superintendenten aus Bohlabela im Mai wollen wir zukünftig auch weitere gemeindliche Projekte in Südafrika unterstützen, darunter auch Renovierungen der Kirchen, denn im Gegensatz zu hier werden Gemeindehäuser und Kirchen neu gebaut oder bestehende ausgebaut.

Derzeit wird eine Reise nach Bohlabela ins Auge gefasst, der Termin ist aber noch offen. Neben dieser Partnerschaft gibt es mit Namibia und Ruanda noch zwei weitere Afrika-Partnerschaften im Evangelischen Kirchenkreis Düsseldorf.

Pfarrer Hartmut Wölk