Klarenbachkirche

Die Klarenbachkirche wurde 1955 nach den Plänen der Architekten Prof.Walter Köngeter und Dr. E Petersen die Klarenbach-Kirche errichtet.

Die Kirche ist über längs-trapezförmigem Grundriß errichtet; vier Dreigelenkbögen aus Stahlbeton bilden das struktive Gerüst. Die seitlichen Wände und die Stirnwand sind in graurot-buntem Klinker aufgemauert, die Eingangsseite ist in doppelt verglastem, quadratisch gerastertem Betonmaßwerk ausgeführt.

Das Erscheinungsbild der Fassade wird von den Betonträgern bestimmt: Einem übergiebelten Mittelfeld schließen sich seitlich schmalere Felder an, die nach außen hin sanft ansteigen, ohne die mittlere Firsthöhe zu erreichen. Das entsprechend gefaltete Dach mit Stahlbetonträgern fällt zur Altarwand hin ab und ist außen mit Kupfer, innen mit Holz verkleidet. Der Haupteingang mit einem weit vorkragenden, freitragenden Vordach liegt in der Mittelachse.

 Im dreischiffigen, leicht abfallenden Innenraum ist das Gestühl in vier Blöcken auf die durch drei Stufen abgesetzte Altarzone orien­tiert. Links vom Altar ist das Lesepult in die Stufen einbezogen, rechts steht das Taufbecken. Die Altarzone wird seitlich von raumhohen Betonmaßwerkfenstern nach dem Muster der Fassade belichtet. Über dem Eingang ist eine Orgel- und Sängerempore mit seitlichen Treppenläufen angeordnet. Vom höchsten Punkt in der Mitte der Altarwand kommt die Taube des Heiligen Geistes herunter auf die vier Paradiesströme (1. Mose 2, 10-14), die zugleich die Taufe symbolisieren, im Riesenrelief der Wand durch breite gewellte Bänder
dargestellt, die durch schmälere Streifen mit Ähren getrennt wer­den: Hinweis auf das sakramentale Brot. Ein Zeichen für das andere Abendmahlselement, den Wein, sind die Trauben auf dem Taufbeck
en.

Der vor die Flucht der linken Außenwand gestellte und durch zwei plastisch gestaltete Pfeiler angebundene Turm hat über einem offenen Sockelgeschoß aus Ortbeton vier sich verjüngende Geschosse aus winkligen Betonfertigteilen mit Ausfachung in gelochtem Mauerwerk. Die Glockenstube zeigt eine kreuzförmige Felderteilung mit hölzernen Schallamellen. Mit der Kirche ist der Turm zusätzlich durch den über vier Stufen erreich­baren Vorplatz verbunden; an die Fassade schließt sich nördlich der eingeschossige Wohnungstrakt an, in Ziegelmauerwerk mit Klinkerverbindung unter flachem Pultdach errichtet.